EDITORIAL: DAS MOBILE HOTELZIMMER BOOMT WIE NOCH NIE

Ist alles andere geregelt, einfach dort Station machen, wo es gefällt. Das ist wahrer Luxus.

«Nein, in den Ferien will ich doch auf nichts verzichten!» Dies dürfte eine der wichtigsten Grundhaltungen sein, welche derzeit die Entwicklung bei Wohnmobilen und Caravans prägen. Will heissen, dass man zwar von der Mobilität des Feriendomizils zu profitieren gedenkt, doch dieses hat bitte schön auch den Komfort der eigenen vier Wände zu Hause aufzuweisen. Wer nun denkt, dass diese formulierte Bedingung und Erwartungshaltung die Beliebtheit von Reisemobilen und Wohnwagen in irgendeiner Weise schmälert, liegt falsch. Diese Tatsache belegt nicht zuletzt die Zulassungsstatistik eindeutig. So vermochten in der Statistik der Immatrikulationen 2017 von auto-schweiz bei den Nutzfahrzeugen die Wohnmobile nach neun Monaten um 7.6 % auf 4178 Einheiten zuzulegen. Und auch bei den Caravans ist konstant von Rekordzahlen zu berichten.

Doch weshalb dieses Dauerhoch? Warum erfreuen sich Reisemobile und Wohnwagen dieser enormen Beliebtheit? Natürlich gibt es auf diese Frage keine allgemein gültige Antwort. Es liegt auf der Hand, dass diese erhöhte Nachfrage nach dem mobilen Hotelzimmer verschiedene Ursachen hat. Da wäre einmal der Umstand, dass diese Fahrzeuge eben gar keine «Hotelzimmer» sind. Vielmehr ist man sein eigener Herr und Meister, man lebt wie zu Hause völlig autonom – und man ist mobil. Wenn es einem an einem Ort nicht mehr gefällt, fährt man weiter. Andersrum ist man zum Beispiel beim Hotelarrangement dem schlechten Wetter machtlos ausgeliefert. Und schmeckt das Essen nicht, nerven die Zimmernachbarn, möchte man seine Ruhe vor allzu laut spielenden Kindern und und und? Im Reisemobil und mit dem Wohnwagen sagt man dann einfach Tschüss und fährt weiter.

Ein anderer Grund findet sich in der offensichtlich hohen Flexibilität der Branche. So kann man sich auch am Suisse Caravan Salon in Bern (26.–30. 10. 17) davon überzeugen, dass die Branche auf fast alle Fragen eine Antwort hat. Auf die aktuellen Bedürfnisse der Camper nach Komfort und leichter Bedienbarkeit antworten die Hersteller mit dem Trend, so viel Ausstattung, Konnektivität und Kompaktheit wie möglich. So fallen gerade die sogenannten Camper-Vans auf. Diese ausgebauten Kastenwagen sind wie die Teilintegrierten absolut en vogue, die einst dominierenden Alkoven haben zusehends das Nachsehen und spielen allenfalls bei einer Retro-Bewegung eine gewichtige Rolle. Bei den Wohnwagen ihrerseits gehören die Mikro-Camper, die von einem noch so winzigen Auto gezogen werden können, zu den Lieblingen. Damit all dies möglich ist, werden Themen wie Funktionalität und Leichtbau forciert. Einsteigen bitte: Die nächsten Ferien kommen bald.


INHALT

AR 43/2017

DRIVE STYLE

Abenteuer Im Mitsubishi-Camper durchs Outback

 

AKTUELL

Polestar Der erste Stern

 

TESTS & FAHRBERICHTE

Audi A8 Fahrbericht

Land Rover Discovery HSE 2.0 SD4 Test

 

SPORT

Formel 1 Die grosse Show in der Party durch Jury zerstört

Audi-tt-Cup Yannik Brandt hat sein Talent bewiesen

GP3 Kevin Jörg momentan in der Sackgasse

 

TITELTHEMA

Suisse Caravan Salon Bern Vorschau auf die 50. Ausgabe

Remo Jenni Interview mit dem Salon-Direktor

Caravan-Markt Übersicht

VW-California-Manufaktur

VW Crafter XXL Vorstellung

Werksbesuch VW-Nutzfahrzeugproduktion in Hannover (D)

 

RUBRIKEN

Agenda, Leserbriefe, Impressum

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