Youngtimer: Rolls-Royce Silver Dawn

Es gab tats├Ąchlich auch bei Rolls-Royce so genannte ┬źEinsteigermodelle┬╗. Zum Beispiel den Silver Dawn.

  • Gebaut von 1995 bis 1998
  • Es entstanden nur 237 Exemplare
  • Heute ein Schn├Ąppchen

Die Modellpolitik von Rolls-Royce darf man nicht als wirklich stringent bezeichnen. Gut, dass kann passieren, wenn eine Modellreihe doch stolze 18 Jahre quasi unver├Ąndert auf dem Markt bleibt, wie das beim Silver Spirit, der von 1980 bis 1998 auf dem Markt war, der Fall war. Von der intern als SZ bezeichneten Baureihe gab es neben ganz vielen Bentley-Mulsanne-Variationen auch noch den Silver Spur, die Silver Spur Touring Limousine, den Flying Spur, den Park Ward. Und von 1995 bis 1998 den etwas speziellen Silver Dawn.

Rad stand hatte der Rolls-Royce Silver Dawn dann doch reichlich – Bring A Trailer

Einen Rolls-Royce Silver Dawn gab es schon fr├╝her, 1949 bis 1955 – er war damals der erste Rolls-Royce mit Werkskarosserie. Der Silver Spirit war dann ab 1980 der erste Rolls-Royce mit selbsttragender Karosserie, doch abgesehen davon eigentlich nur eine stille Weiterentwicklung des Silver Shadow, der ab 1965 auf dem Markt war; mit Ausnahme der hinteren Aufh├Ąngung wurde die gesamte Mechanik ├╝bernommen, also auch der bekannte 6,75-Liter-Achtzylinder. Leistung: ausreichend (┬źsufficient┬╗, zumindest nach Meinung der Engl├Ąnder).

Die SZ-Baureihe von Rolls-Royce wurde 18 Jahre fast unver├Ąndert gebaut – Bring A Trailer

Gestaltet wurde der Silver Spirit vom ├ľsterreicher Fritz Fellner (der sich durchaus vom Mercedes W116 hatte inspirieren lassen). Der Rolls-Royce war ├╝ber 2,2 Tonnen schwer und mindestens 5,27 Meter lang, der Radstand betrug 3,06 Meter, beim Silver Spur dann 3,16 Meter, der Park Ward gar 3,77 Meter. Der Silver Dawn hatte den mittleren Radstand, war aber eine Besonderheit: Er war als Einsteiger-Modell gedacht. 1998 kostete so ein Silver Dawn in der Schweiz 263ÔÇÖ400 Franken – der (k├╝rzere) Silver Spirit war mit 299ÔÇÖ500 Franken angeschrieben.

Innen war es auch in der ┬źStierk├Ąmpfer-Version┬╗ doch noch ziemlich nobel – Bring A Trailer

Es war vor allem die fehlende Ausstattung, die den Silver Dawn charakterisierte: es gab keine Lammfell-Teppiche, keine Aschenbecher, keine Sitztaschen, keine Fussbeleuchtung hinten, keine Nackenst├╝tzen hinten, keine Picknick-Tischchen, keine Sitzheizung vorne, kein Pannen-Kit. Die Ausstattung war tats├Ąchlich erstaunlich karg f├╝r ein Fahrzeug, dass doch immer noch alles andere als g├╝nstig war. Die Rechnung ging aber trotzdem nicht auf: Nur gerade 237 Silver Dawn wurden in der vierj├Ąhrigen Produktionszeit verkauft. Die gesamte SZ-Baureihe brachte es doch auf 32ÔÇÖ343 Exemplare in 18 Jahren.

Eine Legende: der 6,75-Liter-Achtzylinder mit ┬źausreichend┬╗ Leistung – Bring A Trailer

Und warum stellen wir hier so einen Rolls-Royce Silver Dawn vor? Weil er heute eine der g├╝nstigsten M├Âglichkeiten ist, einen Rolls-Royce noch mit dem einzig wahren Motor zu fahren. Die Silver Dawn sind weder begehrt noch gesucht, man kriegt sie f├╝r weniger als einen Zehntel des Neuwagenpreises. Gut, der Unterhalt ist dann nicht ganz g├╝nstig, es hilft, wenn man eine Tankstelle sein eigen nennt. Und mindestens eine Doppelgarage. Das Fahrzeug, das wir hier zeigen, wir aktuell auf www.bringatrailer.com versteigert.

Kann man schon mal machen, oder? – Bring A Trailer

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